Schwestern in HÀusern eigener TrÀgerschaft
Schwestern in GestellungsvertrÀgen
Aufgelöste Einsatzfelder der Schwestern ab 1945
Kloster St. Nikola - ein Modell der generationsĂŒbergreifenden Kooperation
Die Arbeit im Weinberg Gottes - ein Dienst mit Nachhaltigkeit
Unter dem Leitwort âHelfen und Heilenâ setzen sich die Schwestern ĂŒberall dort ein, wohin sie sich von Gott berufen fĂŒhlen:
1. Im Dienst an den alten und kranken Menschen:
Ganz nach dem Slogan âAlt werden ohne Angstâ sorgen die Deutschordensschwestern in Passau, Tittling, Bad Alexandersbad, Frankfurt, Köln und Bad Mergentheim dafĂŒr, dass
sich Ă€ltere und kranke Menschen wohl fĂŒhlen, nicht nur medizinisch und sozial umfassend betreut werden, sondern auch spirituell. Ob in der Pflegeabteilung des Klosters St. Nikola in Passau, dem Mutterhaus oder in den Alten- und
Pflegeheimen St. Marien in Tittling und St. Michael in Bad Alexandersbad: Es geht immer um das Reich Gottes.
Nach einem arbeitsreichen Leben sollen die Menschen in WĂŒrde alt werden dĂŒrfen. GemÀà ihren christlichen Wurzeln bieten die
Schwestern als TrĂ€ger auch eine qualitative palliative Hospizbegleitung an, um den Bewohnern Sicherheit fĂŒr ein menschenwĂŒrdiges Leben und Sterben zu geben.
2. Im Dienst an Kindern:
Rund 70 bis 80 Kleine spielen im Passau St. Nikola-Kindergarten unter dem Dach der Deutschordensschwestern. Zu seinen Schwerpunkten zÀhlen religiös-christliche-soziale Erziehung und ökologische
Wertorientierung. Sie gelingt beim Feiern kirchlicher Feste im Jahreslauf und kindgemĂ€Ăen BibelerzĂ€hlungen. Der Kindergarten will Toleranz und VerantwortungsgefĂŒhl wecken. Er fördert Sprache und Rollenspiel, pflegt das Vorlesen. Er
ermöglicht im spielerischen Umgang mathematische Grunderfahrungen, geht auf fragende und forschende Kinder ein. Im Rahmen seiner Elternarbeit stĂ€rkt er die Erziehungskompetenz der Eltern. âWir sind nicht allein auf dieser Weltâ oder
âMutter Erde und ihre Fruchtâ lauten die Jahresthemen.
3. Im Dienst an jungen Erwachsenen:
Etwa 25 Absolvent/innen der Fachakademie fĂŒr SozialpĂ€dagogik (FakS) Passau, die unter der Leitung der Deutschordensschwestern steht, erhalten jĂ€hrlich ihr Abschlusszeugnis. Mit den
staatlich geprĂŒften Erzieher/innen werden auch die Absolvent/innen des sozialpĂ€dagogischen Seminars verabschiedet. Die Schule bereitet sie umfassen und nachhaltig auf ihre TĂ€tigkeit in Kindergarten, Heim, Behinderten- und Jugendarbeit
vor. Damit sind die Deutschordensschwestern nah dran am Leben. Lehrer und Schwestern verbinden mit jedem Abschlussjahrgang eine Quelle der Zuversicht und groĂen Hoffnungen. Sie vertrauen darauf, dass Religionsunterricht, gemeinsame
Gottesdienste und Feiern, aber auch der normale Alltag an einer katholischen Schule sie prÀgen und dazu befÀhigen, in ihrem weiteren Leben als Glaubenszeugen aufzutreten.
4. In der seelsorgerischen Begleitung von Menschen:
Ein weiteres Anliegen der Ordensfrauen ist die Seelsorge: Dies gelingt den Deutschordensschwestern
- in der Pfarrseelsorge in Passau, Rinchnach, Windischeschenbach, Bad Alexandersbad und Köln.
- in der Seelsorge am Krankenbett in Passau, Bad Mergentheim, Frankfurt am Main und Tittling.
- im Angebot von Einkehrtagen im Begegnungshaus Langfurth.
5. Im BemĂŒhen um das leibliche Wohl der Betreuten:
FĂŒr die regionale KĂŒche erhielt das St. Nikolakloster vor einigen Jahren den Umweltpreis der Diözese. Die Schwestern kochen tĂ€glich rund 200 Essen fĂŒr Schwestern,
Kinder des Kindergarten St. Nikola, der stĂ€dtischen KindergĂ€rten und Horte sowie seit elf Jahren fĂŒr Obdachlose und Hartz-IV-EmpfĂ€nger. Der Speiseplan ist saisonal und regional ausgerichtet. Brot, FrischgemĂŒse und Fleisch stammen aus
der nahen Umgebung. Die abwechslungsreiche, gesunde, möglichst naturbelassene Kost fördert das Bewusstsein fĂŒr das, was in der Region wĂ€chst.
6. Im Gebetsnetz:
Das Gebetsnetz zwischen Kindern, Studierenden, Mitarbeiter/innen und Ordensschwestern besteht seit 17 Jahren. Es wÀchst von Jahr zu Jahr. So werden zum Beispiel die Namen der neuen Studierenden, sofern
diese einverstanden sind, auf die Ordensfrauen verteilt. Diese teilen mit ihren SchĂŒtzlingen Freuden und Sorgen, beten fĂŒr die jungen Leute um einen guten Abschluss und die Lösungen ihrer Probleme. So entsteht zwischen ihnen und den
Schwestern ein Kraftstrom.
7. Im Dialog mit den östlichen Nachbarn:
Die Statue des Nepomuk in der Kapelle erinnert die Schwestern tĂ€glich, dass sie eine BrĂŒckenfunktion haben zu ihren Schwestern in Tschechien und der Slowakei, ihrer
ursprĂŒnglichen Heimatprovinz. Auch das Wohnheim in St. Nikola gewĂ€hrt deshalb vorrangig SchĂŒlerinnen und Studentinnen aus den OstlĂ€ndern Aufnahme.
8. In der Gastfreundschaft:
Nicht nur die Freundeskreise finden in unserem Kernzentrum eine offene TĂŒr. GĂ€ste nutzen das Angebot âKloster auf Zeitâ, interessieren sich im Rahmen von FĂŒhrungen fĂŒr die âSpracheâ
des Hauses. Ob das der Förderverein des Kindergartens oder des Begegnungshauses in Langfurth sind, alle Gastfreundschaft zielt auf
- Innehalten,
- zu sich selbst finden
- und auf das Wissen: âDu bist nicht alleinâ.


