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Interviews mit Schwestern, die 2008 ihr Profeßjubiläum feierten

PF4

60-jähriges Professjubiläum:

Sr. Christiana Sosnowski (79)
Aus Klein-Walden in Schlesien stammend, kam sie mit 17 Jahren zum Orden. “Ich kam als eine der 4400 Flüchtlinge nach Passau. Ich habe das heutige Kloster noch als Kaserne erlebt, in der notdürftig eine Kapelle eingerichtet war. Dort habe ich oft gebetet und gespürt, dass es der richtige Weg ist. Meinen Erzieherinnen-Beruf konnte ich leider nur kurz ausüben, da ich seit 1965 an MS erkrankt bin.”

Sr. Richardis Bier (84)
Aus Stillfried/Ostsudentengau stammend, Krankenschwester a. D und Verwaltungsangestellte a. D. “Das Wort von Jes 43,1. “Ich habe Dich beim Namen gerufen” hat mich ein Leben lang begleitet. Ich habe den Schritt nie bereut - ich würde wieder in den Deutschen Orden eintreten.”

Sr. Roberta Gerlich (80)
Aus Zwittau stammend, kam sie mit 18 Jahren zum Orden. “Ich habe meine Entscheidung gut überlegt. Ich habe die Deutschordensschwestern in Gottesdiensten kennengelernt. Damals gab es mehr Ordenseintritte als Hochzeiten. Meine Berufung haben die Eltern mit ihrer religiösen Angeboten unterstützt. Wir haben den Sonntag sehr geheiligt, haben am Samstag Abend bereits die Bibel gelesen. Schon früh hat mich die Sehnsucht nach Gott getrieben.”

 

50-jähriges Professjubiläum

Sr. Aloisia Prieler (68)
Aus Kreuz/Landshut stammend, trat sie mit 16 Jahren in den Orden ein. “Nicht von Anfang an spürte ich, dass dies mein Weg ist. Ich habe mir ausgemalt, wie mein Ehemann aussieht. Dann habe ich die Deutschordensschwestern kennengelernt und ein inneres Spüren war da. Aber meine Familie wollte nicht, das ich zu den ‘Flüchtlingsschwestern gehe, die arm und geflickt daher kamen. Das war für mich keine Schande. Es war mein Weg. Mein Leben ist erfüllt. Jeder muss den Weg gehen, den er gehen muss.”

Sr. Elisabeth Steidl (71)
Aus Eichstätt stammend, trat sie mit 18 Jahren in den Orden ein. “Du hättest das Zeug zu einer guten Ordensfrau”, hat eine sterbende Schwester zu mir gesagt, “die ich pflegte. Zwei Jahre habe ich gegen diesen inneren Ruf gekämpft. Ich trat trotzdem ins Kloster ein und bin zufrieden.”

Sr. Kunigunde Nöbauer (68)
Aus Tann/Niederbayern stammend, trat sie mit 15 Jahren in den Orden ein. “Man spürt, was man tun muss. Es hat mich zu den Schwestern gedrängt. Ich habe es nie bereut. Nach vielen Jahren als Krankenschwester, Pflegedienstleiterin in Köln, kann ich mich zu der Konventleitung und der seelsorgerlichen Begleitung von Menschen im Seniorenheim und der Pfarrei widmen. Habe nie einen anderen Wunsch gehabt, bin voll zufrieden.”

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